Motorrad-Trikes
Rewaco, Boom Trikes, Can-Am Ryker und Spyder, Harley-Umbauten: Modelle und Hersteller im Vergleich, Technik von Antrieb bis Fahrwerk und Kaufberatung für Neu- und Gebrauchttrikes.
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Motorrad-Trikes von Rewaco bis Can-Am, E-Trikes und Dreiräder für Erwachsene, dazu Führerschein, Zulassung und Ausrüstung. Datenbasiert, unabhängig und ohne Marketing-Versprechen.
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Seit 2013 sortiert das Fahrerlaubnisrecht Dreiräder nach Leistung und Bauart. Die Tabelle zeigt, was in Deutschland für die fünf häufigsten Trike-Arten gilt.
| Fahrzeug | Führerschein | Helm | Zulassung |
|---|---|---|---|
| Motorrad-Trike über 15 kW (Klasse L5e) Rewaco, Boom Trikes, Can-Am Ryker und Spyder, Harley-Umbauten | Klasse B ab 21 Jahren (gilt nur im Inland) oder Klasse A (auch im Ausland) | Pflicht; entfällt, wenn vorgeschriebene Gurte angelegt sind | Zulassung mit Kennzeichen, Kfz-Steuer, Haftpflicht |
| Trike bis 15 kW (Klasse L5e) kleinere Trikes und Leichtkraft-Dreiräder | Klasse A1 oder Klasse B (im Inland, ohne Altersgrenze 21) | Pflicht; entfällt, wenn vorgeschriebene Gurte angelegt sind | Zulassung mit Kennzeichen, Kfz-Steuer, Haftpflicht |
| Dreirädriges Kleinkraftrad bis 45 km/h (Klasse L2e) Mofa- und Roller-Dreiräder, Ape-Klasse | Klasse AM (in B enthalten) | Pflicht bei offener Bauart; entfällt mit angelegtem Gurt | Versicherungskennzeichen, keine Kfz-Steuer |
| E-Trike mit Motorhilfe bis 25 km/h (Pedelec-Dreirad) Senioren-Dreiräder, Lastentrikes, Liegetrikes mit Motor | kein Führerschein | keine Pflicht, empfehlenswert | keine Zulassung, keine Versicherungspflicht (rechtlich ein Fahrrad) |
| S-Pedelec-Dreirad bis 45 km/h schnelle E-Trikes mit Motorhilfe über 25 km/h | Klasse AM (in B enthalten) | Pflicht | Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis |
Rechtsstand August 2026. Quellen: § 6 Abs. 1 und 3a FeV (Fahrerlaubnisklassen), § 21a Abs. 2 StVO (Helmpflicht). Keine Rechtsberatung; im Zweifel Fahrerlaubnisbehörde oder Zulassungsstelle fragen.
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Die Antworten, die vor dem ersten Trike am häufigsten fehlen. Ausführlich und mit Quellen in den Ratgebern.
Ein Trike ist ein Fahrzeug mit drei Rädern. Im Sprachgebrauch ist meist das Motorrad-Trike gemeint: ein Dreirad der Fahrzeugklasse L5e mit einem Vorderrad und zwei Hinterrädern, wie es Rewaco oder Boom Trikes bauen. Can-Am Spyder und Ryker drehen das Prinzip um (zwei Räder vorn, eins hinten). Daneben zählen E-Trikes und Dreiräder für Erwachsene, Lastentrikes und Liegetrikes zur Familie, rechtlich meist als Fahrrad.
In Deutschland reicht die Klasse B: Sie berechtigt im Inland zum Führen dreirädriger Kraftfahrzeuge, bei mehr als 15 kW Motorleistung allerdings erst ab 21 Jahren (§ 6 Abs. 3a FeV). Wer das Trike auch im Ausland fahren will, braucht die Klasse A (über 15 kW) oder A1 (bis 15 kW). E-Trikes mit Motorhilfe bis 25 km/h kommen ganz ohne Führerschein aus.
Grundsätzlich ja: Auf offenen drei- oder mehrrädrigen Kraftfahrzeugen über 20 km/h muss ein geeigneter Schutzhelm getragen werden. Die Pflicht entfällt, sobald vorgeschriebene Sicherheitsgurte angelegt sind (§ 21a Abs. 2 StVO). Viele Trikes mit Gurten dürfen deshalb ohne Helm gefahren werden; ein Helm bleibt aus Sicherheitsgründen trotzdem sinnvoll.
Neue Motorrad-Trikes beginnen im niedrigen fünfstelligen Bereich (Einstiegsmodelle von Can-Am) und reichen bei Rewaco oder Boom Trikes je nach Motor und Ausstattung bis in den hohen fünfstelligen Bereich. Gebrauchte Trikes sind deutlich günstiger, brauchen aber einen genauen Blick auf Umbau-Papiere und Wartung. E-Trikes für Erwachsene liegen meist zwischen 1.500 und 4.000 Euro.
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