TRIKE-Magazin 3/10
Rewaco CT 2300 T, das Topmodell unter den Moto-Trikes.
Rewaco RF1-Cup – mit Vollgas über den Nürburgring.
Trike-Freunde Belgien.
Boom: Harley-Davidson-Sportster-Trike.
Customizing des Rewaco CT 800 von Lothar Roth.
Motortausch: Günther Lippert tauscht den Käferboxer gegen Alfa.
Queens on Trike: Königinnen auf drei Rädern.
BossHoss: V-8-Motor und bulliges Outfit. American way of life auf deutschen Straßen
Eigenbau: Komfortable Sitze mit bequemer Rückenlehne.
Lack und Leder: Husky Linz
Leserreise: Schwarzwaldtour
Technik: Intelligenter Blinkpiepser
Tatra-Power: Eigenbau der ganz besonderen Art.
The Alice: Trike-Treffen im australischen Outback.
Sachsenring: Trike-Treffen auf der Rennstrecke.

Ab 2. August 2010
in Ihrem Briefkasten
Gentlemen! Start Your Enginges!
Leseprobe
200 Newtonmeter Drehmoment bei lässigen 1.800 U/min. Das ist das Maß der Dinge für Moto-Trike-Enthusiasten. Wir waren mit dem 2,3-Liter-Hubraum-Giganten unterwegs und stellten uns der unwiderstehlichen Macht des Drehmoments.

Das Rewaco-Triumph-Rocket-Trike hat die interne Rewaco-Bezeichnung CT 2300 T. Dieses Kürzel ist nichtsagend, eben britisches Understatement pur. CT steht für Conversion-Trike, die Zahl 2300 für den Hubraum des mächtigen Dreizylindermotors aus Hinkley. Auch damit kann man im Normalfall nichts anfangen.
Höchstens Insider wissen Bescheid, weil sie die technischen Daten der Triumph Rocket jeden Abend gebetsmühlenartig herunter leiern in der Hoffnung, in einen angenehmen Traum von Trikefahrspaß, gewaltigen Kolben und schier endlosem Drehmoment zu fallen.

Die Firma Rewaco in Lindlar hat diesen Traum auf drei Rädern mit drei Zylindern wahr gemacht. Trotz aller Vorfreude auf ein außergewöhnliches Fahrerlebnis spielt beim Kennenlernen eine gesunde Portion Respekt eine Rolle. Die Rocket ist kein normales Motorrad. Alles fällt etwas größer und gewaltiger aus. Das fängt beim Lenker an, der allein schon auf Grund seiner Ausmaße Kraft einer höher gelegenen Dimension assoziiert. Zwischen den Beinen breitet sich der große Benzinbehälter aus, darunter liegt der kraftvolle Motor und reckt seine drei Zylinder majestätisch in die Höhe. Die Sitzbank ist ein Sessel, der auch für groß gewachsene Fahrer ein bequemes Ruhepolster bildet. Freundliche Blicke erntet man von der Sozia. Der Platz zum Mitfahren ist für sie wie geschaffen. Das breit gepolsterte Topcase im Rücken vermittelt Sicherheit – soll es auch, falls der Fahrer den Motor voll fordert.
Ein kurzer Druck auf den Anlasser und der Motor erwacht. Ein sonores Geräusch dringt aus dem Auspuff, nicht aufdringlich, aber dennoch in Molltönen, die genau das wiedergeben, was man auf Grund der technischen Daten vermutet. Drei Kolben, so dick wie Maßkrüge, warten bei Leerlaufdrehzahl auf das Zeichen des Dirigenten am Gasgriff.
Die Kupplung ziehen ist ein sanfter Griff am linken Lenkerende. Den Gang legt man über eine Schaltwippe ein. Los gehts. Zuerst vorsichtig. Piano den Gasgriff bewegt. Sich an die Reaktionen des Trikes gewöhnen. Fragen beantworten, die der eigenen Fahrsicherheit dienen. Wie reagiert der Motor? Wie gut sind die Bremsen? Wie ist es um die Handlichkeit des Trikes bestellt? Wie verhält sich die Federung auf schlechtem Untergrund?
Fahren und Ausloten, Bremsen, Gasgeben. Jedes Trike reagiert anders. Die Ideallinie suchen. Eines ändert sich jedoch von Anfang an nicht. Das breite Grinsen der Besatzung. Der Fahrspaß scheint in ihre Gesichtszüge wie eingemeißelt zu sein.
Die Metamorphose vom Zweirad zum Dreirad realisiert Rewaco mit einem Differential eines großen deutschen Auto- und Motorradherstellers sowie dem hauseigenen Conversion-Trike-Heck, wie es in ähnlicher Form auch bei den Modellen CT 800 und CT 1800 auf Basis von Suzuki-Motorrädern zum Einsatz kommt. Die Kunststoffverkleidung mit dem praktischen Heckabteil verdeckt zwar den Blick auf das Rahmengerüst. Darunter verbirgt sich aber eine einwandfreie handwerkliche Qualität mit sauberen Schweißnähten. Made in Germany in Perfektion....

Mehr erfahren Sie in der neuen Ausgabe 3/10 des TRIKE-Magazins.